Hof: Der Schlappentag im Zeichen des Friedens

Es ist immer der Montag nach Pfingstmontag: Dann feiern die Hofer ihren Nationalfeiertag – den Schlappentag. Mittlerweile bereits zum 584. Mal. Es ist das ältestes Bier- und Schützenfest Deutschlands.  Zurück geht die Tradition auf eine Niederlage gegen die Hussiten, die die Stadt Hof im Jahre 1430 mehr oder weniger kampflos eingenommen hatten.  Als Reaktion darauf verpflichtete der aufgebrachte Markgraf die Hofer zu regelmäßigen Schießübungen. Weil die Hofer die Übungen in ihrer Arbeitskleidung und mit Holzschuhen – den sogenannten Schlappen – antraten wurde daraus der Schlappentag. Damit verbunden war das Brauen eines speziellen Starkbiers – des Schlappenbiers. Und so ziehen die Hofer Handwerker und Schützen jedes Jahr vom Rathaus zum Schützenhaus. Geschossen wird auch noch – dieses Jahr mit einem überraschenden Ergebnis. Und auch ein monatelanger Streit ist jetzt in bierseliger Laune beendet worden.